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Wissenswertes

14.03.2017

Bio-Legehennenstall in Ellershagen

 

Aufmerksame Bürger informierten uns über ein Bauvorhaben in Ellershagen Ausbau. Dort wird bereits ein Legehennestall für 14.900 Bio- Legehennen gebaut, die ersten Erdbewegungen sind getätigt. Laut Baustellenschild ist die Baugenehmigung vom 28.09.2011.

Baustelle Ellershagen

Baustellenschild

Baustelle

 

 

 

 

22.09.2016

Erörterungstermin beendet

 

Am 20.09.2016 fand der Erörterungstermin statt. Die BI sowie der NABU und zahlreiche Einzeleinwender konnten Fehler, Unvollständigkeiten, Lücken und Unklarkeiten in den Antragsunterlagen aufzeigen. Auch die PressEe hat Artikel über den Termin geschrieben (Artikel).

Die Antragsteller müssen gegenüber dem LfU nun zahlreiche Unterlagen nachliefern. Wie es weiter geht, erfahren Sie hier.

 

Auslegung der Unterlagen beendet

 01.08.2016

 

Nachdem alle Bürger die Antragsunterlagen bei der erneuten Auslegung wieder bei den zuständigen Behörden einsehen konnten, ist die Frist für die Einreichung von Einwendungen abgelaufen.

 

Der Termin für die Erörterung der Einwendungen ist am 20.09.2016 ab 10.00 Uhr in der Lokalität "Zur alten Mälzerei", Meyenburger Tor 6, 16928 Pritzwalk.

 

Kann die Erörterung an diesem Tag nicht abgeschlossen werden, wird der Erörterungstermin an den folgenden Werktagen fortgesetzt.

 

 

 

So fing alles in Könkendorf 

-Prignitz, Ortsteil der Stadt Pritzwalk - an:

 

Nur durch Zufall haben wir erfahren, daß in unserem Dorf eine Hähnchenmastanlage gebaut werden soll. Der Ortsvorsteher wollte es still und leise über die Bühne bringen, so wie er es mit uns schon einmal gemacht hat. (Legehennenanlage mit 13.900 Tieren.) Doch dieses Mal werden wir nicht ruhig bleiben. Wir werden alles daran setzen, diese Anlage zu verhindern. Auf einmal wurde innerhalb von nur drei Tagen eine Versammlung für die Könkendorfer veranstaltet. Nun sollte uns die ganze Sache schmackhaft gemacht werden, aber mit dieser Gegenwehr hat der Investor und vor allem der Ortsvorsteher nicht gerechnet.


Einige Tage später haben wir uns in Blesendorf (Nachbarort von Könkendorf ) getroffen und mit dem Investor, dem Bauern und natürlich auch mit unserem Ortsvorsteher nochmal über die geplante Hähnchenmastanlage gesprochen. Doch da kam nicht viel Gutes bei heraus, der Investor meinte nur immer, das er sich an die Gesetze halten werde.

14 Tage später, am 26.03.2014, haben wir die Bürgerinitiative " Prignitzer gegen Industriemast" gegründet. Nun sind wir emsig beim Unterschriften sammeln gegen den Bau der Anlage. Am 16.04.2014 war die Stadtverordneten Versammlung in Pritzwalk. Dort haben wir mit Banner auf uns aufmerksam gemacht. Zu diesem Zeitpunkt konnten wir den Bürgermeister 342 Unterschriften überreichen. Diese werden der Umweltministerin Frau Tack beim nächsten Treffen übergeben.

 

Eindrücke der Umgebung, in der die Anlage für ca. 340.000 Masthähnchen gebaut werden soll

glückliche Hühner

 

Wenn es keine Industriemastanlagen gäbe,dann wären ALLE Hühner so glücklich wie diese !!!
 

 

 

 

 

 


Mastanlagenstandpunkt

 

Im unteren Bildausschnitt, keine 500 Meter vom Ort entfernt, soll die Hähnchenmastanlage gebaut werden. Inklusive einer nicht abgedeckten Dungplatte und einer Brunnenbohrung von mindestens 100 Meter Tiefe, die wohl die Austrocknung der angrenzenden Feuchtwiesen bedeuten würde. Ein nachträglicher Bau einer Biogasanlage ist anzunehmen, da nur so eine Anlage rentabel wäre.

Storchennest

 

Unser Storchenpärchen lebt schon seit vielen Jahren hier. Mit dem Bau der Hähnchenmastanlage würde es eine radikale Veränderung Ihres Lebensraumes geben (siehe Feuchtwiesen, etc.)

 

Lutzers Kuhle

 

Dies ist ein kleines Gewässer an dem viele Vögel brüten, zum Beispiel Kranichpärchen. Aber auch Hasen und Rehe haben hier Ihr Rückzugsgebiet. Es liegt etwa 50 Meter von der geplanten Hähnchenmastanlage entfernt.

 

Springkoppel

 

Dies ist ein kleiner idyllische Teich, an dem Wildenten und Kraniche zu sehen sind. Mehrere Kraniche haben dort auch schon überwintert.

 

 

 

 

 


 

Stausee_mit_Badeverbot

 

Der Sadenbecker Stausee wurde vor vielen Jahren künstlich anglegt. Er hat sich im Laufe der Jahre bei Erholungs-suchenden und Anglern zu einem naturverbundenden Kleinod entwickelt. Leider ist ein Badeverbot wegen starken Blaualgenbefall erteilt worden. Stellen Sie sich vor, Ammoniak, Antibiotika und Nitrat verunreinigen den See noch mehr, die Folgen sind nicht absehbar. Dieser See ist etwa 3 km von der geplanten Hähchenmastanlage entfernt.

 

Feuchtwiesen_1

 

Die "Pierosser Feuchtwiesen" sind Nahrungs- und Rückzugsgebiete für eine Vielzahl von Vögeln. Hauptfuttergebiet für unsere ansässigen Störche. Kraniche rasten  hier über mehrere Tage. Diese Wiesen sind 50 Meter von der geplanten Hänchenmastanlage entfernt.

 

 

 

 

Güllesilo

 

Dieser "Güllesilo" steht am östlichen Dorfeingang von Könkendorf. Er hat ein Fassungsvermögen von ca. 240.000 Litern. In der Prignitz gibt es viele dieser Anlagen, teils für Festmist und auch für Gülle. Befüllt werden diese Anlagen zum Teil mit Stoffen, die von weit her angeliefert werden .Der LKW-Wahnsinn lässt grüßen. Ein knallhartes Geschäft ohne Rücksicht auf Lärmbelästigung, Straßenschäden und bestialischen Gestank.

 

Legehennenanlage

 

Im Vordergrund ist die Autobahn A 24 zu sehen. Der Wind aus Westen lässt Lärm und Schadstoffe in vollen Zügen auf den Ort einwirken. Dahinter steht noch die Legehennenanlage, die direkt an Könkendorf angrenzt und den Ort ohnehin schon mit Ammoniak belastet. Der Hühnerkot wird neben der Anlage auf blankem Erdreich gelagert. Durch die Bohrung eines etwa 100 Meter tiefen Brunnens ist der Grundwasserspiegel im Ort bereits abgesunken.

Hier ist der Sitz der beiden den Antrag zum Mastanlagenbau stellenden "Landwirtschaftsbetriebe".

Sieht so der Hof der Zukunft aus? 

hof