Link verschicken   Drucken
 

Zweite Bürgerinitiative am Start

28.03.2014

Die neue Bürgerinitiative "Prignitzer gegen Industriemast" hat sich am Mittwochabend im Bürgerzentrum in Blesendorf (Gemeinde Heiligengrabe) offiziell gegründet. Die Initiative wendet sich speziell gegen die in Könkendorf (Stadt Pritzwalk) geplante Hähnchenmastanlage eines niederländischen Investoren.

Könkendorf/Blesendorf. Der neuen Bürgerinitiative gehören derzeit insgesamt 32 Mitstreiter aus umliegenden Ortsteilen an. Das teilte Ingo Klugert von der BI am Donnerstag mit. Die Initiative wendet sich speziell gegen die in Könkendorf (Stadt Pritzwalk) geplante Hähnchenmastanlage eines niederländischen Investoren. Er möchte dort rund 325 000 Tiere einstallen.

Damit haben sich nun innerhalb von rund vier Monaten bereits zwei Bürgerinitiativen gebildet, die sich gegen industrielle Massentierhaltung wenden. Denn neben der neuen BI gibt es seit Ende November 2013 bereits die BI "Wittstock contra Industriehuhn". "Diese zweite Gründung einer Bürgeriniative im Raum Prignitz/Ostprignitz-Ruppin zeigt deutlich, dass die Bürger es nicht mehr klaglos hinnehmen, dass ihre Region als Spielwiese für Großinvestoren, die ausschließlich gewinnorientierte industrielle Massentierhaltung auf Kosten von Anwohnern und Tieren betreiben, dienen soll", so Ingo Klugert. Dafür spreche auch die von Anfang an große Beteiligung. Der Name der BI solle "explizit ausdrücken, dass hier die Bürger der Prignitz und Ostprignitz sowie deren Gesundheit und Wohnqualität im Mittelpunkt stehen und die BI sich gegen die industrielle Fabrikation von Schlachttieren wendet". Bäuerliche Strukturen seien dabei jedoch nicht mit eingeschlossen. Nun wolle die neue BI"Prignitzer gegen Industriemast" zunächst eine Internetpräsenz erstellen, Flyer drucken und Stadtverordnete sowie Kreistagsabgeordnete für das Thema sensibilisieren. Das solle durch direkte Anschreiben und die Präsenz bei Bürgerfragestunden erreicht werden. Insbesondere vor dem Hintergrund der anstehenden Wahlen wolle die BI ergründen, wie Parteien und Kandidaten zum Thema "Genehmigung von Mastanlagen" stehen. Darüber hinaus sei geplant, Unterschriftenlisten zu erstellen und die Menschen zu informieren, "die noch gar nicht wissen, welche Belastungen im Falle eines Baus der Anlage auf sie zukommen werden", so Klugert.

(Quelle "Märkische Allgemeine Zeitung")